Uli Kostenbader mit Bundesverdienstkreuz geehrt

In Anerkennung seiner großen Verdienste und seines ehrenamtlichen Engagements vor allem im Bereich der Förderung und Finanzierung des Musiklebens in Deutschland hat der gebürtige Esslinger und in Stuttgart lebende Dr. Uli Kostenbader von Bundespräsident Joachim Gauck das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen. Kunststaatssekretär Jürgen Walter überreichte ihm die Auszeichnung.

Walter würdigte Kostenbader als profilierte Persönlichkeit mit gesellschaftlicher Vorbildfunktion. „Uli Kostenbader ist seit Jahrzehnten vor allem im musikalischen Bereich ehrenamtlich engagiert – in vielfältiger Art und Weise und oft als der entscheidende Impulsgeber tritt er für die Förderung und Finanzierung des Musiklebens in Deutschland ein“, so der Staatssekretär in seiner Laudatio. Als großer Freund der Musik sei es ihm stets ein Anliegen, seine Zuneigung zur Musik nicht allein durch das Zuhören zum Ausdruck zu bringen, sondern sich auch für ihre dauerhafte Förderung einzusetzen.

Diesen Gestaltungswillen habe er auf unterschiedlichsten Positionen zugunsten der Musik bewiesen, betonte Jürgen Walter. Seit 2003 gehöre Uli Kostenbader als Mitglied dem Präsidium des Deutschen Musikrates (DMR) an, der die Interessen von rund acht Millionen musizierenden Menschen repräsentiere und damit der weltweit größte Dachverband der Musik sei. Hier habe Uli Kostenbader als Präsidiumsmitglied und Vizepräsident des Deutschen Musikrates wegweisende Anregungen für dessen strategische Arbeit gegeben und z.B. wesentliche Inhalte zum Grundsatzprogramm „Musikpolitik in der Verantwortung“ beigetragen.

Jürgen Walter: „Gerade das Heranführen der Jugend an die Musik ist Uli Kostenbader ein Herzensanliegen.“ Deshalb habe er z.B. als Beiratsmitglied das Bundesjugendorchester in dessen strategischer Ausrichtung maßgeblich unter-stützt. Seinem Einsatz sei es zu verdanken, dass die Daimler AG, für die Kostenbader auch beruflich tätig gewesen sei, seit vielen Jahren sowohl das Bundesjugend- als auch das Bundesjazzorchester sponsere.

Auch in seiner schwäbischen Heimat sei Kostenbader zugunsten der Musik und Musikförderung engagiert. „Er wurde Mitglied der Freunde und Förderer des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR e.V. und im Dezember 2003 in den Vorstand des Freundeskreises gewählt. Aufgrund seines großen Engagements wurde ihm kurze Zeit später im September 2004 die Position des stellvertretenden Vorsitzenden und 2005 der Vereinsvorsitz übertragen, den er bis heute inne hat“, würdigte Walter. Ihm sei es auch zu verdanken, dass das Radio-Sinfonieorchester immer wieder durch namhafte Beiträge finanziell unterstützt wurde. Seine schwierigste Aufgabe in dieser Position, aber auch als Präsidiumsmitglied des Deutschen Musikrates, habe sich Uli Kostenbader stellen müssen, als der SWR im Frühjahr 2012 seine Absicht erklärte, die beiden Rundfunkorchester in Stuttgart und Freiburg miteinander zu fusionieren. Mit allen Kräften habe sich Kostenbader gegen die geplante Fusion gestemmt, weil sie der weltweit führenden deutschen Orchesterlandschaft schweren Schaden zufügen würde. Er setzte sich dafür ein, beide Orchester zu erhalten. Auch wenn die Fusion trotz seines aufopferungsvollen zeitintensiven Engagements nicht verhindert werden konnte, gelang es doch wenigstens, Stuttgart als Sitz des fusionierten Orchesters zu erhalten.

„Uli Kostenbaders innerstes privates Anliegen – die Förderung der Musik – hat jedoch auch immer in seinem Berufsleben eine wesentliche Rolle gespielt“, so Staatssekretär Walter. Als Leiter des Sponsoring-Bereichs der DaimlerChrysler AG gehörte Kostenbader nach der deutschen Wiedervereinigung 1991 zu den Mitbegründern des Internationalen Festivals für junge Opernsänger der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Ihm war es zu verdanken, dass Mercedes den Start des Festivals großzügig finanziell unterstützte und die Kammeroper Schloss Rheinsberg heute in den musikalischen Weltzentren ein Begriff sei. Im Rahmen der Mitgliedschaft der Daimler AG im Kulturkreis der deutschen Wirtschaft des Bundesverbandes der Deutschen Industrie habe sich Kostenbader insbesondere auch aktiv im Arbeitskreis Kultursponsoring (AKS) engagiert. Der Arbeitskreis setze sich für möglichst gute Rahmenbedingungen des Kultursponsoring ein und arbeite darauf hin, dass die Drittmittelförderung im Kulturbereich durch Unternehmen und Unternehmensstiftungen das Engagement der öffentlichen Hand möglichst effizient ergänzen.

Staatssekretär Walter: „Diese besonderen und jahrelangen Verdienste von Uli Kostenbader erfahren durch die Verleihung mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland heute eine angemessene Würdigung durch unser Gemeinwesen, das ihm zu großem Dank verpflichtet ist.“

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