Und schon knallt’s in der BW-CDU

logo-cduProbeabstimmung in der Fraktion endet mit Eklat.

Mit einem Eklat endete die geheime Probeabstimmung  der CDU-Fraktion am Dienstagnachmittag. Wie sich nicht verschweigen ließ, gab es beim ersten Durchgang nur 26 Ja-, aber acht Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen für die neue Regierung. Dazuhin fehlten drei Abgeordnete der CDU-Fraktion. Notwendig zur Regierungsbildung sind aber – sofern alle Grünen-Abgeordneten bei der Stange bleiben – mindestens 25 CDU-Abgeordnete. Erst in der zweiten geheimen Probeabstimmung soll es dann 31 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen gegeben haben.  In einer internen Diskussion sollen mehrere Abgeordnete deutlich gemacht haben, dass sich das Abstimmungsergebnis nicht etwa gegen den aktuellen und designierten grünen  Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann gerichtet hat, sondern gegen dessen designierten Stellvertreter Thomas Strobl, weil er im Alleingang über die CDU-Kabinettsposten entschieden und die Fraktion dabei nicht eingebunden habe.

Der, wie sich zeigt, nicht unumstrittene CDU-Landesschef und Schäuble-Schwiegersohn  Strobl rastete darüber aus. Berichten zufolge soll er seine Tasche gepackt und den Saal mit der Bemerkung verlassen haben., er stehe für so etwas nicht zur Verfügung stehe. Mit  „Macht’s gut“ soll er die Tür zugeknallt haben und gegangen sein.

Derartige Egoismen sind bei der CDU nicht neu. Bereits 1996 soll der damalige Ministerpräsident Erwin Teufel nur mit den Stimmen einiger Republikaner gewählt worden sein – gedankt hat er es ihnen der christliche Herr  nicht. Daß auch die Rücktritte in den Ämtern der CDU-Ministerpräsidenten in der Vergangenheit nicht ohne Zutun aus den eigenen Reihen  zustande gekommen sind, pfeifen die Spatzen von den Dächern.

In der Tat hat die sich als baden-württembergische Staatspartei gerierende CDU nicht erst  seit dem Antritt der Yuppies wie Mappus ein Personalproblem. Weit und breit ist bei ihr kein gestandener Politiker mehr von Format zu sehen, sondern nur noch Karrieristen mit entsprechender „Lebensplanung“ bis zum Ausscheiden aus der Politik.

Man darf also recht gespannt auf die morgige Wahl des Ministerpräsidenten schauen. Ohnehin ist davon auszugehen, daß sich die höchst ungleichen Koalitionäre gegenseitig mehr austricksen als zusammenarbeiten werden und mindestens in der CDU nur darauf gewartet wird, sich bei einem günstigen Zeitpunkt über eine vorgezogene Neuwahl wieder in den Besitz der Macht im Lande zu versetzen.

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Ein Gedanke zu “Und schon knallt’s in der BW-CDU

  1. Für mich sind das alles keine Volksvertretermehr, nur noch Kriminelle und Selbstversorger bis zum Ausscheiden. Ein faules, niederträchtiges und Machtgeiles Pack, denen das Volk am A…. vorbei geht. Das es aber die Aufgabe dieser Luschen ist, dem Volk zu dienen, haben diese egoistischen Wohlstandsverblödeten Typen nie gelernt, wo auch?

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