Gemeinsame Sitzung der Ausschüsse aus Baden-Württemberg und der Autonomen Provinz Vojvodina: Agrarausschüsse wollen Zusammenarbeit weiter intensivieren

Stuttgart. Die Agrarausschüsse des Landtags von Baden-Württemberg und des Parlaments der Autonomen Provinz Vojvodina wollen ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren. „Zwischen unseren beiden Regionen gibt es viele thematische Überschneidungen und gemeinsame Interessen. Es ist daher wichtig, dass die Kontakte weiter vertieft werden. Davon profitieren Baden-Württemberg und die Autonome Provinz Vojvodina gleichermaßen“, sagte der Ausschussvorsitzende Martin Hahn (Grüne) am Mittwoch, 6. Juni 2018, bei einer gemeinsamen Sitzung der beiden Ausschüsse.

Der Agrarausschuss des Parlaments der Autonomen Provinz Vojvodina in Serbien ist vom 5. bis 8. Juni 2018 auf Einladung von Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) zu Besuch in Baden-Württemberg und im Landtag. Begleitet wird der Ausschuss von Parlamentspräsident István Pásztor und dem Provinzsekretär für Landwirtschaft, Wassermanagement und Forsten, Vuk Radojević.

Hahn wies darauf hin, dass zwischen beiden Regionen eine noch engere Kooperation etwa im Bereich der Ausbildung stattfinden sollte. „Zum Beispiel Praktika in der Landwirtschaft sind ein guter Ansatz, um persönliche Kontakte auszubauen“, führte Hahn aus. Der Vorsitzende des Agrarausschusses aus Vojvodina, Nenad Borović, habe erklärt, es sei ausgesprochen wichtig sei, die Kooperationsangebote zu erweitern und zu vertiefen. Vor allem der Wissenstransfer zwischen beiden Regionen sei für die Entwicklung und Modernisierung der Landwirtschaft in Serbien von großer Bedeutung. Provinzsekretär Radojević habe den Besuch als „konkretes Zeichen dafür gesehen, dass die Provinzregierung und das Parlament eng mit Baden-Württemberg zusammenarbeiten“ gewertet.

Laut Hahn sprachen die Abgeordneten beider Ausschüsse ebenso über den von Serbien geplanten EU-Beitritt und mögliche Investitionen in die dortige Landwirtschaft, auch aus Baden-Württemberg. Die Gäste hätten dargelegt, dass durch verschiedene gesetzliche Maßnahmen Investoren motiviert werden sollen, in die Landwirtschaft in der Vojvodina und in Serbien zu investieren. Es sei nicht das Ziel, großflächig Land zu verkaufen, sondern die Strukturen und Maschinen in der Landwirtschaft zu modernisieren.

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